Nacken oder Rücken. Ist es nur ein Symptom?

Dieser Artikel sollte ein Appel an alle sein, die ihre Beschwerden im Körper trotz diverser Therapien – Physio, Osteopathie, Sport, Übungen etc – nicht wirklich lösen können. Vielleicht kennt ihr diesen Frust – soviel Zeit und vielleicht Geld schon investiert und es bringt mich einfach nicht weiter. Kurzfristig wird es besser, dann aber verschlechtert sich die Sache wieder. Vor allem eigenständige Übungen, die man ja nicht sein Leben lang machen möchte… Das ist ja das gleiche wie die Rückengymnastik bei den Problemen mit dem Rücken. So lange man dran bleibt, ist alles etwas besser, hört man auf, kommen die Probleme wieder und sagen „wir sind daaa!“. Und wer ist dann schuld daran? Natürlich Ihr, die ja nicht kapiert habt, dass Ihr dies oder das lebenslang machen müsst. Sport, Übungen, Dehnen, Kraft, was noch? Eine Stammgastkarte beim Physiotherapeuten? So nach dem Motto – selber schuld?

Ja, ja. so einfach ist es nicht. Und wäre das wirklich ursächlich, das, was Euch da weh tut, hätte ja eine Behandlung den Erfolg bringen müssen. Ein Zyklus Physiotherapie, ein Besuch beim Osteo, etwas Übungen. Die anderen, die Gesunden, die machen das ganze nicht und haben keine Probleme. Wieso sollte ich mein Leben lang Rückenübungen machen oder meinen Kopf an die Wand pressen? Das ist doch paradox, oder?

Es gibt eine stille Ursache – sie schmerzt nicht – und kompensatorische Anpassung des Körpers = das ist so zusagen eine gesunde Situation. Es tut (noch) nichts weg. Dieser Eimer der Gesundheit bzw der Schmerzlosigkeit ist unser Ressource. Die stille Ursache kann längst bestehen, so lange der Eimer noch nicht voll ist, werden wir keine Probleme verspüren, auch wenn der Körper dieses Problem die ganze Zeit kompensiert.

und dann reicht ein kleiner Tropfen und der Eimer überläuft. Der Körper war lange zeit geduldig, doch nun hat er die Nase voll und sagt „Das reicht, nicht mit mir!“ Das nennt man eine Dekompensation. Irgendwo im Körper gibt ein Bereich auf und der Schmerz ist da. Zum Beispiel im Nacken oder in der Schulter. Oder im Rücken. Im Becken. Egal wo. Alles war quasi gut und dann tun wir etwas (egal was) und ab da ist nichts mehr so, wie es war. Und dann startet die Ärzteodyssee, bei der die meisten Ärzte nicht ganzheitlich arbeiten. Man kann 23 Ärzte konsultiert haben, 23 MRT des schmerzenden Gebiets erhalten, 23 Diagnosen bekommen (wessen Wirbelsäule ist denn ideal?), 23 Therapien durchmachen und dennoch weiterhin mit seinen Problemen bleiben. Warum? Weil die URSACHE woanders liegt. So einfach.

Was mache ich nun? Es gäbe für mich persönlich hier 2 Wege (von vielen, die aber nicht meine sind):

Der eine ist undankbar, unbekannt lang und dennoch faszinierend und interessant, vor allem wenn man sein Ziel erreicht – wir suchen die Ursache.

Der andere ist deutlich einfacher – wir handeln ganzheitlich und lernen bewusste Bewegung, bei der dank den kleinen langsamen ganzheitlichen Bewegungen des Körpers in der Komfortzone ohne Erwartung und Zielsetzung der ganze Körper von unnötigen Spannungen befreit wird und dadurch mehr Ressource bzw wieder mehr Platz im Gesundheitsbottich entsteht = mehr Kompensation = weniger Schmerz. Und das alles ausserhalb der Leistung, des Schweisses, der Schmerzen, der Ideologie, des olympischen Denkens. Hier kann jeder er selbst sein. Faszinierend (für mich nach wie vor 4 Jahren)

Was ist bewusste Bewegung, somatisches Lernen?

Thomas Hanna „Beweglich sein, ein Leben lang“ – hierzu habe ich eine Gruppe auf Facebook, man kann mich anschreiben und dann lasse ich Euch rein.

Moshe Feldenkrais zum Optimieren seiner Selbst durch Variabilität der Bewegungen
Beides ist bewusstes Lernen. Man muss es nur noch tun.

Seid selbstverantwortlich. Denkt selbstständig. Handeln statt behandelt werden

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