Hohlkreuz

Hohlkreuz ist bekanntlich eine Hyperlordose, bei der das Becken nach vorne gekippt ist, gefolgt von Hyperkyphose der BWS und logischerweise der Hyperlordose in der HWS. ich möchte heute alles aufschreiben, was dadurch bedingt wird, um Euch, den Betroffenen den Wink mit dem Zaunpfahl zu geben, dass es sich durchaus lohnt, hier was zu unternehmen, um die Körperhaltung zu normalisieren.

1. Wegen der Hyperkyphose der BWS vermindert sich erheblich das benutzbare Volumen der Lungen, man atmet primär oberflächlich. Sauerstoffsättigung des Bluts sinkt, hiermit sinkt auch die Lebensqualität an sich. Die Beweglichkeit des Brustkorbs nimmt ab. Im Grossen und Ganzen hat man dadurch einen spürbaren Energiemangel

2. Die Hyperlordose in der HWS bedeutet vor allem die dauerverspannten kurzen Nackenmuskeln, die egal was geschieht dafür sorgen, dass der schwere Kopf gehalten wird und die Augen parallel dem Boden ausgerichtet sind. Diese Dauerverspannung im Bereich Schädel – Atlas – Axis (C0-C1-C2) führt zur folgenden Sachen:

  • Kompression der Wirbelsäulenarterie und der Gehirnvene,
  • Sauerstoffmangel im Gehirn,
  • begrenzte Blutversorgung des Gehirns,
  • vermehrtes Absterben der Gehirnzellen.
  • Was wiederum zu solchen „interessanten“ Symptomen führt wie
  • Benommenheit,
  • Konzentrationsstörungen,
  • Müdigkeit,
  • Kraftlosigkeit,
  • Schwindel
  • oder auch Euphorie und Halbbewusstlosigkeit (betrunken ohne Alkohol),
  • Gedächtnisverlust.
  • Hier hinten am Schädel liegende Wahrnehmungszentren im Gehirn bekommen nicht genug Sauerstoff und leiden mit – verschwommenes Sehen, verschleiertes Sehen, Tinnitus, schlechtes Gehör etc können die Folge sein

3. Kleiner Brustmuskel verkürzt sich. Die darunter liegende Lymphkanäle und der Gefäss-Nerven-Bündel werden komprimiert, was dazu führt, dass das Immunsystem flöten geht, man zu Ödemen neigt und Armschmerzen bekommt

4. Die Hyperlordose in der LWS macht das Becken unbeweglich, da die langen Dornfortsätze der Lendenwirbeln sich verkeilen und blockieren. zudem komprimiert das die Sehnen zwischen diesen Fortsätzen, was zu sehr starken Schmerzen im unteren Rücken führen kann. Die Immobilität des ohnehin nach vorne gekippten Beckens führt zu falschen Kraftübertragung beim Gehen, wodurch dem Körper, den Gelenken und dem Bänderapparat mehr Schaden bei jedem Schritt eingerichtet wird. Und man hat dann auch hier, im Becken Schmerzen, bei jedem Schritt

5. Die Architektur und die Funktionalität der inneren Organe wird gestört, alles senkt sich – die Organe, das hormonelle Hintergrund, die Stimmung. Das Absenken der Organe führt zum veränderten Druck im Brustkorb und Bauch. Der Bauchmuskel gibt auf, der Bauch fällt raus. Das kleine Becken wird durch die falsche Lage und andere Druckverhältnisse falsch belastet und es kommt oft zu Kompression des Nervus obturatorius, der die Adduktoren enerviert.

Kompression eines Nervs führt immer zum Ausschalten der von ihm abhängigen Muskulatur, diese Muskeln tun dann auch nicht weh, aber da der Mensch weiterhin geht, steht und alles andere tut, bedeutet es nur, dass irgendwelche andere Muskeln die Adduktorenarbeit übernehmen bzw den Ausfall kompensieren. Sie werden irgendwann beginnen zu schmerzen und wir werden jahrelang dort auf dem verlorenen Posten um sie kämpfen, völlig außer acht lassend, dass sie nicht anders können, so lange die Ursache ihrer Überlastung nicht beseitigt ist.

Schwache Adduktoren bedeuten auch den verspannten Beckenboden und das Zwerchfell, alle Diaphragmen fallen aus, der Brustkorb wird noch mal, diesmal von unten in seiner Beweglichkeit eingeschränkt, was zu BWS-Blockaden und zum Aktivieren des vegetativen Nervensystems führen kann. Zudem gibt das unterversorgte Gehirn seine Dominanz eh auf und das VNS kommt an die Macht – dem Altern und der Degeneration sind hiermit Tür und Tor geöffnet

6. Die Ursachen des Hohlkreuzes können verschieden sein, die Folgen sind mehr oder weniger gleich. Energiemangel, Gehirndegeneration, Schmerzen, Blockaden, Aktivierung des vegetativen Nervensystems (hallo primitive Reflexe und das Altern an sich). Hier schrieb ich bereits dazu.

Wie bekomme ich meine Körperhaltung wieder hin? Dazu schreibe ich ein anderes Mal.

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