Bakerzyste – eine Strafe oder ein Segen?

Bakerzyste ist eine unangenehme Schwellung in der Kniekelle. Wenn sie groß ist, schmerzt das Kniebeugen oder die Blutgefäße/Nerven werden komprimiert und dann kribbelt es im Unterschenkel bzw Fuß, es kann zu leichten Lähmungserscheinungen kommen. Es sieht nicht nach was gutem aus. Man geht zum Arzt, der punktiert diese Beule, die Flüssigkeit fließt ab, man geht nach Hause und stellt nach einiger Zeit fest, dass die Beule wieder da ist. Man punktiert es wieder und wieder und irgendwann hat es geklappt und die kommt nicht mehr. UFF.
Und dann beginnt das Gelenk zu schmerzen, wir gehen zum Arzt, der sagt, es ist die beginnende Arthrose und spritzt die künstliche Gelenkflüssigkeit eine Weile erfolgreich ins Gelenk. Die Arthrose wird dennoch schlimmer… Irgendwann kriechen wir zum Arzt und er setzt uns das künstliche Kniegelenk rein. Tja.
Wie hat das alles angefangen? Wir gingen zum Arzt. Oder?

Wie arbeitet das Kniegelenk? es sind grob gesagt 2 Knochen mit den Knorpeln an den Enden und Menisken dazwischen, die in einer Gelenkkapseln sitzen und das Kniegelenk beugt und streckt das Knie, wie ein Scharnier. Und wie jedes Scharnier muss es gut geschmiert sein. Also produzieren die Weichteile hier die Schmiere – die Gelenkflüssigkeit. Genauer gesagt 1 ml. So wenig ist ausreichend, um gut funktional zu sein.

Und dann treffen ZWEI  Faktoren zusammen und das Gelenk beginnt deutlich mehr Schmiere zu produzieren. Statt 1 ml gleich 20, 30 etc bis zu 100 ml! Und das ist viel mehr als nur 1 ml. Und der Platz im Knie ist begrenzt, also beult sich  die Gelenkkapsel nach hinten aus. Das ist die Bakerzyste. Warum macht das Knie dieses Ungemach? Der Körper verfolgt hier wie immer nur ein Ziel – Überleben mit möglichst wenig Verletzungen.

Was sind diese 2 Faktoren? Ganz einfach:

1. Überbelastung – falsches Gehen, Füße und Knie nach Innen/Außen statt nach vorne u. v. m.

2. Verspannungen der Muskeln, die das Kniegelenk zusammen halten – primär Oberschenkel vorne, Unterschenkel hinten

Das zusammen bedeutet zu viel Spannung in der Kapsel, der Unterschenkel strebt zum Oberschenkel, der Druck der Knochen auf einander ist deutlich erhöht. Also wird es mehr geschmiert. Das reicht nicht ewig, etwa nach 5 Jahren ist die Zyste von alleine weg, die Arthrose naht.

Punktieren bringt hier wenig, das Gelenk produziert nach wie vor so viel Schmiere. so lange die 2 Bedingungen dafür erfüllt werden. Punktieren an sich ist kontraproduktiv, irgendwann verschwindet die Zyste dann und die Arthrose hat freie Hand. Wer profitiert von der Bakerzyste? …

Die Lösung: eliminieren der Ursachen – physiologisches Gehen (vor allem, aktive Zehen, aktiver Gluteus Maximus (stabilisiert auch das Knie von außen), Füße und Knie nach vorne). Und Entspannung der kniebezogenen Muskeln.

Ich denke, so nach 8 Wochen ist die Sache natürlich „gegessen“, der Körper resorbiert den Überschuss und produziert wieder nur 1 ml der Gelenkschmiere

und vergesst nicht – der Körper will uns nur Gutes 🙂 Bleibt bewusst und hört ihm gut zu

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